IGBCE Ortsgruppe Datteln

IG BCE-Ortsgruppen Datteln / Waltrop fusionieren

 Gökhan Tonguc ist Chef der IG BCE Datteln-Waltrop mit 1400 Mitgliedern.

Datteln. (fho)

Die Fusion ist bereits in trockenen Tüchern:

Ab sofort machen die Ortsgruppen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) in Datteln und Waltrop gemeinsame Sache. Für den neuen Vorsitzenden Gökhan Tonguc, der zuvor schon die Faden in Datteln in der Hand hielt, ist der Schritt zwar ein sinnvoller, eine eigene Idee der Ortsgruppen war der Zusammenschluss aber nicht.

„Die Waltroper Ortsgruppe war ohne Führung", sagt Tonguc. Daher hatte die Bezirksleitung der Industriegewerkschaft diese Fusion gefordert. Diese sei aber reibungslos über die Bühne gegangenen. Die Ortsgruppe Waltrop estand zu diesem Zeitpunkt noch aus knapp 450 Mitgliedern, in Datteln waren es knapp unter 1000.

 Trotz der Forderung der Bezirksleitung unterstreicht Gökhan Tonguc die Notwendigkeit des Zusammenschlusses: „Die Mitglieder werden nicht jünger." In Waltrop waren es im Jahr 2012 noch über 600 Mitglieder, in Datteln gab es einst sechs verschiedene Ortsgruppen, die die Interessen der Mitglieder vertreten haben. Die Dattelner Ortsgruppe zeigte sich in den vergangenen Jahren aber noch durchaus aktiv.

Im Jahr 2019 brachte unter anderem die IG BCE Datteln, angeführt vomstellvertretenden Vorsitzenden Peter Jockheck, die Diskussionen um eine Namensänderung des ehemaligen Reinhard-Lettmann-Hauses der St.-Amandus-Gemeinde in Gang. Dabei forderte sie auch ZDF-Moderatorin Dunja Hayali auf, ihre dort geplante Lesung abzusagen.

„Wir werden in unserer Arbeit weiter die bergmännische Tradition pflegen und die Themen der Zukunft in unserer Region und in den Unternehmen mitgestalten", verkündet Tonguc. Auch in Waltrop soll die Arbeit der Industriegewerkschaft in den nächsten Monaten wieder aufblühen. Dazu, so Tonguc, müsse sich die fusionierte Ortsgruppe aber erst einmal ein politisches Bild der Stadt machen und Gespräche mit Verantwortlichen fuhren. „Unser Ziel ist es, Menschen an ihre Gewerkschaft zu binden, sei es beim Berufseintritt oder auch, wenn sie aus dem Arbeitsprozess ausscheiden. Gleichermaßen wollen wir junge Menschen an die Gewerkschaft heranfuhren und den beschäftigten Menschen auch außerhalb der Betriebe mit gewerkschaftlichen Positionen zu allgemeinen, gesellschaftlichen Themen einen Identifikationspunkt geben", sagt Tonguc.

Hebewerkbrücke ist „unser größtes Problem"

 Einen Haken hat der Zusammenschluss der beiden Nachbarstädten aber: Durch die immer noch gesperrte Brücke am Schiffshebewerk gestalten sich gemeinsame Treffen etwas schwieriger:

„Unser größtes Problem ist eigentlich die Brücke", sagt Tonguc. Daher werde man sich nach aktuellem Stand noch weiter im Hafenrestaurant, Hafenstraße, in Datteln treffen. Für die Zukunft konnte sich der neue Chef aber auch Treffen an der Friedenskirche vorstellen, wenn denn die Brücke wieder geöffnet ist. Tonguc ist froh, dass er die Last nicht alleine tragen muss. „Wir haben insgesamt 25 Vorstandsmitglieder.

Durch die vielen Akteure sind wir so erfolgreich", meint er. Die Ortsgruppe Datteln sah er als eine der aktivsten im Kreis Recklinghausen an, der neue Fusions-Ortsverein soll daran nun anknüpfen.

Dattelner Morgenpost - IGBCE-Ortsgruppe Fusion
Dattelner Morgenpost 2020