IGBCE Ortsgruppe Datteln

Energiebeihilfe für Bergleute langfristig gesichert

Der Anspruch auf den sogenannten Hausbrand  für aktive und ehemalige Bergleute im Steinkohlenbergbau ist tarifvertraglich neu geregelt: Lieferungen in Form von Kohle sind bis Ende 2018 abgesichert, ab 1. Januar 2019 werden sie in monetäre Energiebeihilfe umgewandelt. Anspruchsberechtigte Rentner und Witwen erhalten eine Abfindung. Darauf haben sich IG BCE und der Gesamtverband Steinkohle am Mittwoch geeinigt.  Notwendig wurde die Regelung vor dem Hintergrund der politisch beschlossenen Beendigung des Steinkohlenbergbaus Ende 2018.

                                                                                                                                                                         Foto: Stefan Koch




Peter Hausmann, Verhandlungsführer der IG BCE: „Wir haben die ersatzlose Streichung der Kohledeputate erfolgreich verhindert. Der Anspruch auf diese Leistung ist damit weiterhin anerkannt und garantiert. Darüber hinaus hat die Vernunft über Versicherungsmathematik gesiegt, indem wir mit der langfristigen Sicherung der Energiebeihilfe und einem ausgewogenen Abfindungsmodell eine vorteilhafte Lösung für unsere Mitglieder gefunden haben. Außerdem haben wir eine Mindestabsicherung für mehr als 20.000 Rentner erzielt. Das ist ein großer Erfolg.“

Die Förderung deutscher Steinkohle läuft Ende 2018 aus. Lieferungen von Deputatkohle können daher nach 2018 nicht mehr stattfinden. Die Leistung erfolgt ab 1. Januar 2019 deshalb ausschließlich in Form einer monetärer Energiebeihilfe.

Rentner und Witwen erhalten im Juni 2015 eine nach den heutigen individuellen Ansprüchen und dem Lebensalter berechnete Abfindung.

Mehr als 2.300 Beschäftigte erfolgreich vermittelt

Darüber hinaus wurde in den Verhandlungen der Tarifvertrag zur Gestaltung sozialverträglicher Personalmaßnahmen anlässlich der Beendigung des deutschen Steinkohlenbergbaus aufgehoben. Dabei ging es unter anderem um die Verlegung von Mitarbeitern in das RAG-eigene Mitarbeiterentwicklungscenter, das jetzt aufgelöst wurde. Mehr als 2.300 Arbeitnehmer wurden mit diesem Tarifvertrag erfolgreich auf Arbeitsplätze außerhalb des Steinkohlenbergbaus vermittelt. „Wir sind uns mit dem Gesamtbetriebsrat und dem Unternehmen einig, dass es in den kommenden drei Jahren gute Chancen gibt, auch für die verbleibenden rund 750 Beschäftigten bis zum Ende des Steinkohlenbergbaus 2018 eine Lösung zu finden“, so Peter Hausmann.